Gesetzliche Regelungen

Corona Regelungen

Bis einschließlich 02. Februar 2022 gilt im gesamten Land Niedersachsen die sogenannte Winterruhe und somit Warnstufe 3 – unabhängig von der regionalen Infektionslage. Aufgrund der sich verbreitenden Omikron-Variante und der hierdurch steigenden Infektionszahlen haben sich Bund und Länder auf verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen auch für Geimpfte und Genesene geeinigt.

Private Treffen und Zusammenkünfte

Für ungeimpfte Personen gilt:

  • Ein Haushalt darf sich mit maximal zwei Personen eines anderen Haushaltes treffen.

Für geimpfte und genesene Personen gilt:

  • Private Zusammenkünfte sind bis maximal 10 Personen zulässig.
  • Kinder unter 14 Jahren sowie Betreuungspersonen für pflegebedürftige Menschen bzw. mit Behinderungen werden nicht eingerechnet.
  • Kontaktbeschränkungen gelten auch bei privaten Treffen in der Gastronomie.
  • Bei sonstigen Veranstaltungen und Zusammenkünften gilt bei mehr als 10 geimpften bzw. genesenen Personen generell die 2G-Plus-Regel (mit negativem Test- oder Booster-Nachweis) sowie die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, auch im Sitzen.

Folgende Einrichtungen/Veranstaltungen sind nicht erlaubt bzw. geschlossen:

  • Tanzveranstaltungen, Clubs und Diskotheken, Messen und andere Großveranstaltungen mit mehr als 500 Personen
  • Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen dürfen nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Dies gilt auch für Fußballspiele.

Corona-Winterruhe
Die wichtigsten Corona-Regelungen im Überblick
Generelle Regeln

Die Maskenpflicht ist neben den Abstands- und Hygienekonzepten eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Bei Demonstrationen gilt ab dem 15. Januar 2022 eine FFP2-Maskenpflicht.

Seit dem 21. Dezember 2021 gilt in gesamt Niedersachsen auch im Einzelhandel eine FFP2-Maskenplicht. Dies gilt ebenfalls in Geschäften, die der Daseinsvorsorge dienen, wie Lebensmittelgeschäften, Apotheken, Drogerien und Baby-Bedarfsmärkten.

Darüber hinaus gilt die FFP2-Maskenpflicht in folgenden Bereichen:

  • In öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Bei Zusammenkünften/(Groß-)Veranstaltungen/privaten Feiern mit mehr als 10 Personen, auch am Sitzplatz
  • in der Gastronomie bis zum Sitzplatz und auf allen Wegen in den Räumlichkeiten
  • in Hotels/Pensionen (Beherbergungen) etc. im Innenbereich.
  • bei Körpernahen Dienstleistungen (Friseure, Kosmetik etc.)
  • in Sportanlagen in geschlossenen Räumen (Hallenbäder, Fitnessstudios etc.), außer beim Sporttreiben
  • in sonstigen Innenbereichen von Kultureinrichtungen und Kinos, auch beim Sitzen
  • auf Weihnachtsmärkten, drinnen wie draußen, ebenfalls beim Sitzen
  • in Clubs, Diskotheken etc., ebenfalls am Sitzplatz
  • in weiteren Ausnahmebereichen

Kinder von 6 bis 14 Jahren dürfen eine OP-Maske tragen, Kinder unter 6 Jahren sind noch immer von der Maskenpflicht befreit.

Grafik zur Maskenpflicht

Die generelle Testpflicht bei Anwendung der 2G-PlusRegel gilt nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Dies gilt jedoch nicht für den Besuch von Clubs, Diskotheken und Shisha-Bars: Hier besteht e
ine Testpflicht auch für unter 18-Jährige!
 
Bezüglich der Maskenpflicht gilt folgendes:
  • entfällt für Kinder unter 6 Jahren
  • seit dem 10. Januar 2022 müssen Schülerinnen und Schüler in der Schule medizinische Masken tragen
  • FFP2-Masken müssen erst von Jugendliche ab 14 Jahren getragen werden

Regelungen für Kinder und Jugendliche

Bei privaten Kontakten gelten unterschiedliche Regeln für geimpfte, genesene und ungeimpfte Menschen.

Für ungeimpfte Personen gilt:

  • Ein Haushalt darf sich drinnen und draußen mit bis zu zwei Personen eines anderen Haushaltes treffen.
  • Ausnahme: Kinder bis zur Vollendeung des 14. Lebensjahres dürfen sich weiterhin uneingeschränkt von dieser Regel treffen.

Für geimpfte und genesene Personen gilt:

  • Private Zusammenkünfte sind für Geimpte und Genesene drinnen und draußen auf maximal 10 Personen begrenzt. Kinder unter 14 Jahren werden bei dieser Regelung nicht einberechnet.

Kontaktregelungen / Private Feiern

Im Einzelhandel muss seit dem 21. Dezember 2021 eine FFP2-Maske getragen werden. Dies gilt auch für Geschäfte, die der Daseinsvorsorge dienen, wie Lebensmittelgeschäfte, Drogeriemärkte, Apotheken, Baby-Bedarfsmärkten oder Futtermittelhändler. Zudem sind ein Abstand von 1,5 Metern sowie Handhygiene einzuhalten.

Auch auf Wochenmärkten gilt aktuell die Maskenpflicht (OP oder FFP2).

Generelle Regeln

Alle Einrichtungen mit körpernahen Dienstleistungen (zum Beispiel Friseurläden, Kosmetik- oder Massagestudios) haben mit entsprechendem Hygienekonzept geöffnet. Es gilt die 3G-Regel. Von dieser Regelung ausgenommen sind medizinisch notwendige Dienstleistungen oder Blutspenden. Im Innenbereich gilt eine FFP2Maskenpflicht. Die Kontaktdaten der Kundinnen und Kunden müssen erhoben werden.

Regelungen Körpernahe Dienstleistungen

In der Innengastronomie gilt die 2G-Plus-Regel (mit negativem Test- oder Booster-Nachweis). Zudem muss im Innenbereich von Restaurants und Gaststätten bis zum Sitzplatz eine FFP2-Maske getragen werden. Die Kontaktdaten der Gäste müssen dokumentiert werden. Im Außenbereich gelten die 2G-Regeln.

Alternativ zur 2G-Plus-Regel kann die Auslastung auf 70 Prozent eingeschränkt werden. Dann gilt stattdessen die 2G-Regel.

Diskotheken, Clubs, Bars, Shisha-Lokale und ähnliche Einrichtungen müssen in Warnstufe 3 geschlossen bleiben.

Übersicht Regelungen Gastronomie

Sport drinnen

Für den Sport in Sportanlagen (geschlossene Räume), Fitnessstudios und Kletterhallen etc. sowie für den Besuch von Schwimmbädern, Spaßbädern. Thermen, Saunen u.ä. gilt die 2G-Plus-Regel (mit negativem Test- oder Booster-Nachweis).

Alternativ zur 2G-Plus-Regel kann auf die 2G-Regel zurückgegriffen werden, wenn die Kapazität auf eine Person pro 10 Quadratmeter Fläche eingeschränkt wird.

Es besteht eine FFP2-Maskenpflicht, außer beim Sporttreiben. Soweit möglich, sollte zudem ausreichend Abstand – also mindestens 1,5 Meter – gehalten werden.

Betreiberinnen oder Betreiber einer Sauna, Therme oder Schwimmhalle müssen die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher aufnehmen.

Sport draußen

Bei der Nutzung von Sportanlagen unter freiem Himmel gelten die 2G-Regeln. In Duschen und Umkleiden gilt 2G-Plus.

Sport, der unerlässlich fürs Tierwohl ist

Hier gilt 3G mit Schnelltest (PoC-Test).

Sportveranstaltungen mit bis zu 500 Zuschauer*innen

Bei Veranstaltungen mit mehr als 10 Teilnehmenden gilt die 2G-Plus-Regelung. Auch am Sitzplatz muss eine FFP2-Maske getragen werden. Es muss eine möglichst digitale Datenerhebung erfolgen.
Wenn die Kapazität auf 70% begrenzt wird, gilt 2G – zusätzliche Tests sind dann nicht notwendig.

Übersicht zum Sport

In Museen, Theater, Kinos und andere Kulturinstitutionen gilt die 2G-Plus-Regel (mit negativem Test- oder Booster-Nachweis). Zudem muss auch am Sitzplatz während der gesamten Veranstaltung eine FFP2-Maske getragen werden. Wenn keine Interaktion zwischen den Teilnehmenden stattfindet, braucht keine Schachbrettmusterbelegung eingehalten werden. Es muss eine möglichst digitale Datenerhebung erfolgen.

Auch Zoos und botanische Gärten sowie Freizeitparks etc. können unter Einhaltung der 2G-Plus-Regel geöffnet bleiben. Im Innenbereich ist zudem eine FFP2-Maske zu tragen.

Alternativ zur 2G-Plus-Regel kann in allen Kultur- und Freizeiteinrichtungen die Auslastung auf 70 Prozent eingeschränkt werden. Dann gilt stattdessen die 2G-Regel.

In Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, -häusern und Jugendherbergen sowie auf Campingplätzen gilt die 2G-Plus-Regel (mit negativem Test- oder Booster-Nachweis). Die Tests müssen bei der Anreise und anschließend zweimal wöchentlich erfolgen. Wenn die Auslastung der Unterkünfte auf maximal 70% reduziert wird, gilt alternativ 2G statt 2G-Plus.

Für Übernachtungen im Rahmen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung gilt 3G mit PoC-Test.

Die Beherbergungsbetriebe benötigen ein Hygienekonzept, müssen die Kontaktdaten dokumentieren und auf die Einhaltung der FFP2-Masken- und Abstandspflicht achten.

Übersicht über Beherbergungsregelungen

Bei religiösen Beerdigungen gelten wegen der Religionsfreiheit keine Beschränkungen des Landes, sondern die Bestimmungen der jeweiligen Kirchen oder Religionsgemeinschaften.

Bei weltlichen Bestattungen gilt die 3G-Regel: Auch nicht-geimpfte Menschen dürfen an der offiziellen Trauerfeier und dem Gang zum Grab teilnehmen. Dies gilt jedoch nicht für eine darauf folgende private Zusammenkunft in einem Café oder Restaurant. Hier müssen zudem die für private Treffen festgelegten Personen-Höchstgrenzen von zehn Personen eingehalten werden.

Auf Veranstaltungen und Zusammenkünften mit mehr als 10 und bis zu 500 Teilnehmenden gilt die 2G-Plus-Regel (mit negativem Test- oder Booster-Nachweis). Zudem muss auch am Sitzplatz während der gesamten Veranstaltung eine FFP2-Maske getragen werden. Wenn keine Interaktion zwischen den Teilnehmenden stattfindet, braucht keine Schachbrettmusterbelegung eingehalten werden. Es muss eine möglichst digitale Datenerhebung erfolgen.

Alternativ zur 2G-Plus-Regel kann die Auslastung auf 70 Prozent eingeschränkt werden. Dann gilt stattdessen die 2G-Regel.

Übersicht über Veranstaltungen und Zusammenkünfte

Großveranstaltungen mit mehr als 500 Personen dürfen bis zum 02. Februar 2022 nicht stattfinden.

Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen dürfen nur noch ohne Zuschauer*innen stattfinden. Dies gilt auch für Fußballspiele.

Bislang mussten Arztpraxen dem Gesundheitsamt alle zwei Wochen in anonymisierter Form Angaben zum Impfstand (SARS-CoV-2-Impfung) der in der Praxis beschäftigten Personen übermitteln. Diese zweiwöchentliche Meldepflicht entfällt ab sofort. Die Daten müssen aber weiterhin erfasst werden und auf Verlangen vorgelegt werden.

Voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime und Tagespflegen) sind weiterhin verpflichtet, der zuständigen Behörde monatlich Angaben zum Anteil der Personen, die gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft sind, in anonymisierter Form zu übermitteln. Dies gilt sowohl für die in der Einrichtung Beschäftigten, als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner bzw. in der Einrichtung betreuten/gepflegten Personen.

Welche Corona-Indikatoren gibt es?

Der Corona-Leitindikator zur Bewertung der Pandemiesituation ist die Hospitalisierungsinzidenz. Sie beschreibt die Zahl der Corona-Neuaufnahmen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner in Niedersachsens Krankenhäusern. Weiterhin relevant sind die Indikatoren Sieben-Tage-Inzidenz und Intensivbetten-Belegung.

 

Wie funktionieren die Corona-Warnstufen?

In Niedersachsen gibt es drei Corona-Warnstufen, die anhand von drei Indikatoren auf das Infektionsgeschehen vor Ort reagieren. Leitindikator ist die Hospitalisierungsinzidenz. Sie bezieht sich auf die Anzahl der Krankenhaus-Neuaufnahmen in Niedersachsen.

  • Hospitalisierungsinzidenz: Anzahl der Neuaufnahmen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner in Niedersachsens Krankenhäusern
  • RKI-Inzidenzwert: Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Lüneburg
  • Auslastung der Intensivbetten: landesweite Belegung der 2.424 Intensivbetten in Niedersachsen wg. Covid-19 in Prozent

 

Die Schwellenwerte der Corona-Indikatoren

wdt_ID Corona-Indikatoren 1 2 3
2 RKI-Inzidenzwert (Landkreis Lüneburg) über 35 bis max. 100 über 100 bis max. 200 über 200
3 Hospitalisierungsinzidenz (Niedersachsen) über 3 bis max. 6 über 6 bis max. 9 über 9
4 Intensivbetten-Belegung (Niedersachsen) über 5% bis max. 10% über 10% bis max. 15% über 15%

Eine Warnstufe wird festgestellt, wenn mindestens der Leitindikator Hospitalisierung den Schwellenwert über fünf Werktage überschreitet. Darüber hinaus muss der Schwellenwert eines weiteren Indikators überschritten werden: entweder der Indikator für die Anzahl der Neuinfizierten oder der Indikatior für die Auslastung der Intensivbetten.

Unabhängig davon gilt die Warnstufe 3 in sogenannten Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz (Neuinfizierte) von über 350.

Generell gilt: Je höher die Warnstufe ist, desto strenger die Regeln.

Ausführliche Informationen zu den Warnstufen, die aktuellen Zahlen und eine Corona-Warnampel finden Sie auf der Website des Landes Niedersachsen.

 

Was bedeuten die 3G-Regeln, die 2G-Regeln und die 2Gplus-Regeln?

3G-Regel = Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete

2G-Regel = Zutritt nur für Geimpfte und Genesene

2G-Plus-Regel = Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem negativen Testergebnis oder Booster-Nachweis bzw. dem Nachweis einer Genesung nach einem Impfdurchbruch.

Für jede Corona-Warnstufe hat das Land Niedersachsen genaue Schutzmaßnahmen definiert. Je nach Warnstufe gelten die 3G-Regeln bzw. 2G-(Plus)-Regeln für festgelegte Bereiche des öffentlichen Lebens, wie bspw. auf Veranstaltungen, in der Gastronomie und Beherbergung, in Kulturinstitutionen oder beim Sport.

Den genauen Wortlaut der Niedersächsischen Corona-Verordnung finden Sie unten im Download-Bereich. Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie zudem auf der Website des Landes Niedersachsen.

Grafik zum System Warnstufen
Grafik zum Feststellen der Warnstufen
Grafik zum Aufheben der Warnstufen
3G-Regel
2G-Regel