Kitas und Schulen

Coronaregeln und Familientipps

Kitas und Schulen

Im Bildungsbereich gelten besondere Coronaregeln. Zudem gibt es spezielle Schutzmaßnahmen für die Zeit nach den Weihnachtsferien.

Stand: 24.01.2022, 17:09 Uhr

Schule: Tägliches Testen und Maskenpflicht

  • Tägliches Testen: Bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres 2021/2022 besteht eine tägliche Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht vollständig geimpft bzw. genesen sind. Getestet wird morgens zu Hause, die Selbsttests werden über die Schule zur Verfügung gestellt. Für das schulische Personal besteht die Pflicht zum täglichen Test nach § 28 b Abs. 3 IfSG.
  • OP-Maskenpflicht: Im neuen Jahr müssen auch Schülerinnen und Schüler unter 14 Jahren eine medizinische Maske tragen.

Der Kultusminister Grant Henrik Tonne hat am 10.12.2021 über besondere bzw. verschärfte Regeln im Schulbetrieb vor und nach den Weihnachtsferien informiert. Die Maßnahmen sind ausführlich in dieser Pressemitteilung beschrieben. Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen Ministerbriefen auf der Website des Landes Niedersachsen.

 

Kita: Drei Tests pro Woche

  • Testen: Die Landesregierung stellt drei Tests pro Woche und Kindergartenkind zur Verfügung. Eine Pflicht zum Testen besteht aktuell nicht.
  • Maskenpflicht: Dem Kita-Personal wird das Tragen einer Mundnasenbedeckung empfohlen. Kinder im Kindergartenalter müssen keine Maske tragen.

In Niedersachsen gelten seit Ende November verstärkte Schutzmaßnahmen an Schulen. Ziel ist es, den Präsenzunterricht weiter zu ermöglichen und zugleich die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigten dort zu schützen. Dies sind die wesentlichen Änderungen bzw. aktuellen Regeln:

Präsenzunterricht

Es gilt Präsenzunterricht an allen Schulen, solange die örtlichen Gesundheitsbehörden keine andere Weisung geben. An allen Schulen finden der Unterricht, außerunterrichtliche Angebote der Ganztagsschule sowie sonstige schulische Veranstaltungen in festgelegten Gruppen statt, die aus mehreren Lerngruppen bestehen können und in ihrer Personenzusammensetzung möglichst unverändert sind (Kohorte).

Maskenpflicht an Schulen

Seit dem 10.01.2022 ist für alle Schülerinnen und Schüler im Unterricht eine medizinische Maske vorgeschrieben ist. Dies gilt auch für Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1 und 2. Während der Pausen im Freien, in den Mensen beim Essen und Trinken sowie beim Sportunterricht kann die Mund-Nasen-Bedeckung abgelegt werden. Zusätzlich sind „Maskenpausen“ in den Schulalltag zu integrieren, insbesondere in den 20-5-20-Lüftungspausen, womit das Maskentragen zirka alle 20 Minuten unterbrochen wird.

Im ÖPNV ist eine FFP2-Maske erforderlich.

3G im Schulgebäude

Der Schulbereich ist von den 2G-Plus-Regelungen weitgehend ausgenommen. Für Schülerinnen und Schüler sowie schulisches Personal gilt die 3G-Regel – alle Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Schulpersonal müssen nachweislich geimpft, genesen oder getestet sein. Die Schule darf nur bei einem Negativ-Ergebnis oder Nachweis der Impfung bzw. des Genesenen-Status betreten werden.

Wie gewohnt werden die Selbsttests für Schülerinnen und Schüler von der Schule ausgegeben und zu Hause vor dem Unterricht durchgeführt.

Lehrerinnen und Lehrern sowie weiterem Personal stellt der Arbeitgeber zwei Tests pro Woche für Testungen in der Schule unter Aufsicht zur Verfügung. Drei Tests pro Woche müssen eigenverantwortlich beigesteuert werden, beispielsweise über Nachweise aus einem Testzentrum oder einer Apotheke.

„Anlassbezogenes Intensivtesten“ (ABIT)

Bei einem Infektionsverdacht testen sich alle in der Lerngruppe – auch vollständig Geimpfte und Genesene – an fünf Schultagen hintereinander. Diese Folge kann abgebrochen werden, wenn sich der Verdachtsfall durch einen negativen PCR-Test nicht bestätigt. So müssen schulische Kontaktpersonen der Infizierten nicht mehr ermittelt und in Quarantäne geschickt werden. Ein abweichendes Vorgehen durch Anordnung der Gesundheitsämter ist nach wie vor im Einzelfall möglich.

Wichtiger Hinweis bei einem positiven Testergebnis:
Schülerinnen und Schüler sowie Lehrende mit positivem Schnelltestergebnis müssen zuhause bleiben und sich umgehend an ihre Hausarztpraxis wenden, um einen von den Krankenkassen bezahlten PCR-Test durchführen zu lassen. Nur wenn beim Hausarzt innerhalb von 24 Stunden kein Abstrich möglich ist, unterstützt das Bürgertelefon unter der Nummer +49 4131 26-1000 bei der Terminvermittlung. Zudem gibt es ein Testzentrum in der Haagestraße, Lüneburg, das PCR-Tests durchführt. Weitere Informationen zu Corona-Tests finden Sie hier.

Häufige Fragen und Antworten zu Corona-Tests an Schulen finden Sie auf der Internetseite des Niedersächsischen Kultusministerium. Dort finden Sie zudem Übersetzungen der Elterninformationen zur Testpflicht.

Klassenfahrten, Ausflüge und Schulveranstaltungen

Mehrtägige Schulfahrten ins In- und Ausland werden bis einschließlich 31. Januar 2022 untersagt. Bei eintägigen Fahrten und Veranstaltungen sollen die Schulen mit Blick auf das jeweils aktuelle Infektionsgeschehen prüfen, ob das pädagogische Interesse an der Veranstaltung das infektiologische Risiko überwiegt.
 
Elternabende und Elternsprechtage sollten vorrangig digital abgehalten werden. Sollten sie als Präsenzveranstaltungen ausgerichtet werden, gilt die 2G-Plus-Regel bei zusätzlicher durchgehender Maskenpflicht sowie Einhaltung der Abstandsregeln.

Mehr Informationen rund um Schule und Corona

Ausführliche Informationen und alle Ministerbriefe an die Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Antworten auf die häufigsten Fragen finden Sie beim Niedersächsischen Kultusministerium.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Lüneburg (ehemals Landesschulbehörde), telefonisch unter +49 4131 15-2222 oder per E-Mail an Service@rlsb-lg.niedersachsen.de.

Grundsätzlich findet die Kindertagesbetreuung im Regelbetrieb statt. Dabei müssen bestimmte Hygieneanforderungen beachtet werden.

Durchmischungen von Kita-Gruppen

Durchmischungen von Gruppen – zum Beispiel in den Randzeiten – sind generell
zulässig. Der Personaleinsatz sollte dokumentiert werden, um beim Auftreten eines Infektionsgeschehens die Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen. Gemeinschaftsräume und Außengelände können gruppenübergreifend genutzt werden. Die Aufnahme und Eingewöhnung von neuen Kindern in eine Gruppe ist möglich, sofern Plätze unbelegt sind. Der Träger kann in Abstimmung mit der Leitung einer Einrichtung auch im Regelbetrieb aufgrund des Infektionsschutzes die Durchmischung von Gruppen einschränken und das Personal den jeweiligen Gruppen fest zuweisen.

In Abhängigkeit des Infektionsgeschehens vor Ort kann es notwendig werden, dass der Betrieb eingeschränkt oder vom Gesundheitsamt untersagt werden muss. Ein eingeschränkter Regelbetrieb findet für alle Kinder unter verschärften Hygieneanforderungen statt.

Corona-Tests in Kitas

Pro Woche und Kind stellt die Landesregierung insgesamt drei Antigen-Schnelltests zur Verfügung. Die Anwendung dieser Tests soll im häuslichen Umfeld durch die Eltern erfolgen. Die Testergebnisse sollen dann an die Kindertageseinrichtungen oder Kindertagespflegestellen weitergeleitet werden. Eine Testpflicht besteht nicht.

Masken in Kitas

Dem Personal in Kitas wird das Tragen einer Maske empfohlen. Eine Pflicht hierzu besteht aktuell nicht.

Die Kita-Kinder sind bis zur Einschulung von der Pflicht zum Tragen einer Maske ausgenommen. Für Hortgruppen gelten abweichende Regelungen: Für Gruppen, in denen überwiegend Kinder im Schulalter betreut werden, gilt in geschlossenen Räumlichkeiten eine Maskenpflicht, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ausgenommen sind Kinder bis zur Einschulung.

Für alle einrichtungsfremden Personen, die die Kindertageseinrichtung betreten, gilt eine generelle Maskenpflicht.

Mehr Informationen rund um Kita und Corona

Fragen und Antworten zum Betrieb an Kindertageseinrichtungen sowie die Ministerbriefe an die Eltern finden Sie auf der Seite des Niedersächsischen Kultusministeriums sowie im Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan Corona Kindertagesbetreuung (siehe im Downloadbereich).

Bund und Länder haben Anfang Januar 2022 vereinbart, die Regeln für die Isolation (von Erkrankten) und die Quarantäne (für Kontaktpersonen) zu ändern. Grund hierfür ist unter anderem, dass bei der Omikron-Variante nach aktueller Studienlage eine kürzere Inkubationszeit vorliegt und auch die Ansteckungszeit im Falle einer Erkrankung verkürzt zu sein scheint.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in Betreuungseinrichtungen (zum Beispiel Hort oder Kita) kann die Quarantäne nach 5 Tagen bei anschließender Testung mittels Antigen-Schnelltest oder PCR-Test (mit Nachweis) enden, sofern sie in der Einrichtung in eine serielle Teststrategie eingebunden sind.

Für alle übrigen Kinder sollen Isolierung oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden, wenn sie sich nicht vorher „freitesten“ lassen. Das geht allgemein nach sieben Tagen, wenn entweder ein negativer PCR– oder Antigen-Schnelltest mit der erforderlichen Mindestqualität vorgezeigt werden kann.

Regeln für Quarantäne und Isolation

Impfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

Die Ständige Impfkommission des Bundes (STIKO) spricht sich für Corona-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ohne Einschränkungen aus. Aus Sicht der STIKO überwiegt auf Basis der aktuell vorliegenden quantitativen Daten bei Kindern und Jugendlichen mit und ohne Vorerkrankungen der Nutzen die Risiken der Impfung.

Impfungen für Kinder ab 5 Jahren

Auch für Kinder ab fünf Jahren gibt es seit Mitte Dezember 2021 Impfangebote im Landkreis.  Nach Ansicht der STIKO besteht für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren derzeit jedoch nur ein geringes Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung. Nach abschließender Risiko-Nutzen-Abwägung hat die STIKO daher vorerst lediglich eine Indikationsimpfempfehlung und keine allgemeine COVID-19-Impfempfehlung für 5- bis 11-Jährige ausgesprochen (Stand: 17. Dezember 2021).

Mehr Infos sowie aktuelle Impfangebote im Landkreis erfahren Sie auf dieser Seite: Corona-Impfung.

Als Infektionsschutzbehörde und Schulträger hat der Landkreis Lüneburg in allen Schulen Hygienemaßnahmen vorgenommen und passt diese kontinuierlich an das aktuelle Infektionsgeschehen und die geltenden Regelungen an. Sollten Quarantäne-Maßnahmen notwendig sein, werden die Eltern über das Gesundheitsamt beziehungsweise die Schule direkt informiert.

Folgende Leitfäden sind hierfür die Basis:

Das niedersächsische Kultusministerium stellt alle Leitfäden und Informationen für Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte und Schulleitungen zum Thema Corona auf seiner Internetseite zur Verfügung.

Zusätzlich finden Sie hier die Antworten auf die meistgestellten Fragen (FAQ).

Um Familien in Hansestadt und Landkreis bei der Bewältigung des Corona-Alltags zu unterstützen, bietet die Erziehungsberatungsstelle Lüneburg schnelle und unbürokratische Hilfe an. Sie ist montags bis donnerstags von 9 bis 14 Uhr telefonisch unter +49 4131 26-1680 zu erreichen. Sollten die Mitarbeitenden gerade in einem Gespräch sein oder der Anruf geht außerhalb der Öffnungszeiten ein, kann eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Ein Rückruf folgt innerhalb eines Tages. Außerdem hat der Landkreis Lüneburg einen Ratgeber für Familien erstellt. Darin finden Sie hilfreiche Tipps, zum Beispiel zum Umgang mit Medien, Geschwisterstreit und Langeweile.  

Die Bundesregierung hat zusätzlich zu bestehenden Hilfsangeboten Maßnahmen beschlossen, um Familien zu unterstützen. Angebote zur finanziellen Entlastung sowie allgemeine Beratungsinformationen gibt es hier.